Mein Grundrezept dieser Barbecue Sauce passt zu allem und fast nichts. Mit "Nichts" ist eine frische Scheibe Brot gemeint. Ich nehme sie auch gerne als Tomatensauce zur Pizza. Wer den herben Geschmack nicht mag, lässt die Wacholderbeeren weg. Auf den Pfeffer zu verzichten, ist wie bei allen italienischen Gerichten, für mich unmöglich. Im Allgemeinen arbeite ich mit regionalen Zutaten. Nicht immer ist das möglich; besonders bei den Tomaten und dem Oregano. Der "wilde Majoran" ist mir etwas zu schwach im Aroma und man braucht Unmengen, um überhaupt etwas Majoran-Geschmack in das Gericht zu bekommen (glaubt mir, ich habe es bereits ausprobiert). Lorbeer wächst mittlerweile im Garten, auch wenn ich ihn jedes Jahr ausgrabe, und im Winter frostsicher verwahre. Pfeffer wächst hier nicht, und die Wacholderbeeren sind leider immer nur als ausländische Ware zu bekommen. Immerhin, der Rosmarien gedeiht auf meinem kargen Boden in knapp ausreichender Menge!

Zutaten

  • 400 gr. Tomaten aus der Dose
  • 1/2 Zwiebel (55 Gramm, je mehr desto besser)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt (mit der Schere mehrmals eingeschnitten)
  • 0.8 gr. Rosmarien (ca. 1 EL, frisch oder getrocknet)
  • 1 Gramm Oregano (ca. 1 EL)
  • 5 Gramm Salz
  • 3/4 TL Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • 4 Wacholderbeeren (im Mörser zerstossen)

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Zubereitung

Die Zwiebel klein schneiden, und mit dem Olivenöl braun anbraten. Vorsicht, von leicht braun zu schwarz geht sehr schnell. Dann das ganze von der Flamme nehmen und die Tomaten zugeben (die Dose spüle ich noch nach, und gebe das Wasser-Tomaten Gemisch, etwa 20 gr. noch dazu). Nun noch den ganzen Rest dazugeben und eine 1/2 Stunde oder so aufköcheln. Dann mit einem Mixstab pürieren.

Einkochen sollte man das ganze nur solange, dass oben etwas Flüssigkeit schwimmt. Die Zeit kann ich leider nicht so genau angeben, da der Wassergehalt der Tomaten für die Einkochdauer entscheidend ist.

Hinweise

Bei diesem Rezept ist der Anteil des Oregano entscheidend. Rosmarien und Lorbeer sind eher schwache Kräuter. Die Menge hier kann variieren. Beim Oregano solltet ihr etwas genauer arbeiten. Denn ein Rezept, kann mit der Menge des Oreganos geschmacklich "kippen". Ebenfalls solltet ihr mit dem Wacholder genauer arbeiten. Dieser kann tendenziell zu einem unangenehmen Beigeschmack führen und sollte bei Bedarf in kleinen Schritten verändert werden.

Da dies ein Grundrezept ist, kann man von hier aus weiterarbeiten. Für einen Dipp empfehle ich zusätzlich Zucker, Rotweinessig und Senf. Andere Varianten wären hier, einen stärkeren Rotwein hinzuzugeben und das ganze noch weiter einzukochen.

Diese Sauce lässt sich auch konservieren. Am Ende nochmals ordentlich erhitzen, und dann in Schraubgläser füllen. Normalerweise mache ich noch eine Rolle rückwärts, und koche nur die Tomaten ein, wenn die Ernte sehr hoch ist. Den Rest der Zutaten gebt ihr in die konservierte Sauce, wenn ihr sie benötigt. Koche ich nur die Tomaten ein, dann kann ich daraus viele Rezepte realisieren. Ich bin dann etwas flexibler. Allerdings ist diese Sauce schon so gut und vielseitig, dass man gar nichts mehr anderes wünscht.